Welche TV-Serie schaut ihr gerade?

      Welche TV-Serie schaut ihr gerade?

      Neues Dauerthema fürs Forum ;)

      Mein Update: Ich gucke derzeit die 2. Season von Bored to Death (Trailer). Erinnert vom Stil her an Woody Allens New York Komödien (mit einem kräftigen Schuß Film Noir Atmosphäre). Im Mittelpunkt steht der Schriftsteller Jonathan Ames (Jason Schwartzman), der verzweifelt versucht einen zweiten Roman zu schreiben. Nachdem sich seine Freundin wegen zu hohem Weißwein und Marihuana Konsum von ihm getrennt hat, schaltet er eines Tages aus Langeweile eine Onlineanzeige als Privatdetektiv. In der Folge gerät er in lauter absurde Fälle (meist im Stil eines Film Noir Krimis inszeniert), bei denen er oft auf die Hilfe seiner beiden Freunde, Comiczeichners Ray (Zach Galifianakis) und Zeitungschef Georg (Tad Danson) angewiesen ist. Ist seltsam aber sehr am�sant. Das Highlight ist für mich Tad Danson als sexsüchtiger und dauerbekiffter Zeitungschef, der immer völlig planlos durchs Geschehen stolpert.





      Also... Welche TV-Serie schaut ihr gerade? :)
      guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Nintendo: FC 2208-9045-8450)
      Das Wochenende habe ich mal in zwei neue Serien reingeschaut. Beide Serien wurden für eine zweite Staffel verlängert. Geguckt habe ich jeweils die ersten beiden Folgen in deutsch:



      Zum Ersten hätte ich da eine kanadische Polizeiserie namens Motive (Trailer). Der besondere Kniff an dieser Serie ist: Als Zuschauer kennt man von Anfang an den Mörder, weiß aber nicht warum oder wie es passiert ist. Die Cops ermitteln dann und parallel kann man dabei zugucken, wie der Mörder versucht seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Wie der Titel der Serie verrät, geht es bei den Fällen vor allem um die Frage nach dem Motiv hinter den Taten. Die Ermittler sind sympathisch und die Fälle sind zumindest in den ersten beiden Folgen gut geschrieben. Einer der Ermittler ist zudem Louis Ferreira, der mir als Colonel Everett Young in Stargate Universe in positiver Erinnerung geblieben ist. Alles in allem nix Besonderes, aber doch ganz nett zum Abschalten für den Feierabend.



      Die zweite Serie ist eine amerikanische Dramaserie von NBC: Chicago Fire (Trailer). Es geht um das Leben einiger Feuerwehrleuten und Sanitäter in Chicago. Echtes glaubhaftes Drama will angesichts der unnatürlich attraktiven Darstellerriege, der gekünstelten Seifenoperkonflikte und der Klischees aus der Mottenkiste aber bisher nicht aufkommen. Immerhin die Einsätze sind ganz passabel inszeniert. Emotionales Drama oder spannende Geschichten sucht man bisher aber noch vergebens. Würde ich eher von abraten...
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      bin wie immer etwas hinten nach mit TV-Serien :D

      Habe heute die erste Staffel von Californication zu Ende geguckt - hat mir sehr gut gefallen. Höchst unterhaltsam, witzig und ..."interessant" :D

      Nebenbei gucke ich noch alle Staffeln von Scrubs zum dritten oder viertel mal :D

      ansonsten gucke ich noch auf TNT Serie die dritte Staffel von Game of Thrones - die mich aber nach den ersten beiden Episoden eher enttäuscht hat - aber gut, die interessanten Ereignisse passieren ja erst noch.

      Post was edited 1 time, last by “Pathic” ().

      Gucke gerade die erste Staffel von Arrow.



      Bin noch nicht ganz sicher was ich von der Serie halten soll.

      Es ist halt jeder hübsch, jung und selbst Oliver Queen hat so ein Glück das er obwohl lt Serie "20% seines Körpers mit Narben übersäht hat" kein einzigen Kratzer im Gesicht hat. Aber nun gut ist halt so.

      Die Serie versucht wie bei den neuen Batman Filmen einen etwas "realistischeren" Ansatz zu finden. Heißt man sieht ihn häuiger trainieren um seine Kraft und Ausdauer zu erklären und erzählt in Rückblenden wie die Kampffähigkeiten lernte bzw. er zu diesem Menschen wurde.

      Natürlich finden sich neben den bösen korrupten Geschäftsleuten die er ausschaltet auch einige DC Chars wieder. So sieht man in einer Rückblende Deathstroke oder Deadshot wurde angeheuert um paar Menschen umzunieten. Black Canary wird auch recht früh eingebaut...ohne irgendwelche unrealistischen Schreikünste. Huntress soll später vorkommen. Und Black Arrow/Dark Archer ist natürlich auch mit dabei.

      Soweit ich hörte soll wohl in Staffel 2 auch Flash als Backdoorpilot zu einer Serie eingebaut werden.

      Hab noch nicht soviele Folgen gesehen (7 Stück) deshalb fällt es mir schwer zu sagen wie gut oder schlecht sie ist. Momentan würde ich sie als düsteres Smallville bezeichnen. Vielleicht wird es besser wenn die zusammenhängende Story mehr Fahrt aufnimmt und Dark Archer aktiver auftaucht.

      Zugute halten möchte ich aber das ich Green Arrow in den Comics eigentlich total beschissen finden (vorallem damals mit diesem grauenhaften Ziegenbärtchen und Pornoschnäuzer)...ich die Serie aber trotzdem noch gucke.

      Post was edited 1 time, last by “Tyren” ().

      Ein Kumpel erzählt mir auch die ganze Zeit, wie toll Arrow doch ist :)

      Ab Season 2 gibt dann ja auch Summer Glau zu bewundern.

      Für mich ist das (nach den ersten 3 Folgen zu urteilen) aber nix. Am Ende des Tages rennt da immer noch ein Typ in grüner Robin Hood Verkleidung mit Flitzebogen durch die Großstadt. *g* Vielleicht werd ich ja auch nur alt...

      Ich hab in letzter Zeit dafür in Almost Human reingeschaut:





      Die Serie um einen Cop und seinen Roboterpartner als Polizeiduo in der "nahen (Cyberpunk) Zukunft" bedient sich bei ganz großen SciFi-Vorbildern und deutet auch die damit einher gehenden philosophischen Fragen an. Man bedient sich z.B. bei meinem Lieblingsfilm Blade Runner. Wer nach solchen Vorbildern greift, kann aber auch schnell fallen. Der Pilotfilm zeigte für ne TV Serie durchaus Potential, konnte aber noch nicht besonders begeistern und setzte mir auch zu sehr auf Action. Die beiden Hauptfiguren spielen sich aber ganz gut die Dialogzeilen zu und der aufblitzende Humor war auch nett. Die erste Folge war dann leider Grütze, da sie gleich das Klischee von den Sexbots aus der Mottenkiste rausholte und die Rahmenhandlung gar nicht vorantrieb. Die 3. Folge war dann wieder deutlich besser. Also ein auf und ab bisher.

      Aus Mangel an brauchbaren Science Fiction Serien werd ich es aber mal weiter verfolgen.
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      Ein ganzer Haufen neuer Genre Serien, die in den letzten Monaten angelaufen sind. Interesse an nem kleinen Überblick? :whistling:





      Extant ist im Pilotfilm noch ein völlig überladener Mix aus verschiedenen bekannten SciFi Filmen (einschließlich Spielbergs A.I.). Als ob das Mysterium um die Ereignisse auf der Raumstation noch nicht reicht, kriegt man noch allerlei andere Subplots serviert. Dabei werden auch die großen philosophischen Fragen über die Grenzen zwischen Maschine und Menschsein aufgemacht, ausgetragen am Beispiel von Ethan, dem Androidenkind der Familie. Trotz des durchwachsenen Einstiegs, entwickelt sich die Serie dann aber positiv weiter. Die SciFi Elemente sowie die Verschwörung stehen im Mittelpunkt und in jeder Folge gibt es auch ausreichend Rückblicke oder Ausblicke auf die Geschehnisse im Weltraum. Außerdem ist unsere heutige Technologie sehr konsequent weitergedacht. Selbst simpelste Alltagsszenen sind durchsetzt mit glaubwürdigen Special Effects, die diese Weiterentwicklungen veranschaulichen. Die zahlreichen Subplots ergeben zudem nach und nach Sinn bzw. werden miteinander verknüpft. Kann man gucken...





      2% der Weltbevölkerung sind ohne jeder Erklärung plötzlich verschwunden und drei Jahre später ist der Rest immer noch völlig durch den Wind während überall religiöse Sekten aus dem Boden sprießen. Ich weiß nicht... ich kann mich mit der Serie nicht anfreunden. Vielleicht liegts an meiner Abneigung gegen Damon Lindelof, der schon Prometheus und das Ende von Lost verhunzt hat. Die Serie möchte gerne großes Charakterdrama mit einer Prise surrealer Twin Peaks Atmosphäre sein, aber es gibt einfach zu wenig Charakter in den Charakteren. Auch mehrere Folgen in die Staffel rein bekommt man noch keinen Zugang zu den Protagonisten und was sie antreibt. Ich hab nichts dagegen, dass sich eine Serie sehr viel Zeit lässt, hier herrscht aber praktisch Stillstand. Hinzu kommt, dass Lindelof schon großspurig verkündet hat, kein Interesse an der Auflösung des Mysteriums um das Verschwinden zu haben.





      Children Of Men die Serie oder so. :D Die Menschheit stirbt aus, da keine Kinder mehr geboren werden, ohne das es dafür eine Erklärung gibt. Der Pilotfilm gefiel mir überraschend gut und besser als Leftovers. Werd ich auf jeden Fall noch weiter gucken.





      80er Jahre Horrortrash in Reinkultur mit dem Ziel "Vampire" endlich wieder angsteinflössend zu machen. Gleichzeitig gibts hier den unaufhaltsamen Virus, der alle in Untote verwandelt. Nicht besonders intelligent und ganz sicher nicht subtil. Macht aber trotzdem Spaß, wenn man sich drauf einlässt.





      Die Serie ist genauso dumm, wie der Producer namens Michael Bay vermuten lässt. :D Military Porn, USA Patriotismus bis zur Schmerzgrenze und eine tödliche Pandemie, die die Menschheit auszulöschen droht. Hey, die ersten paar Folgen präsentieren islamistische Terroristen und böse Russen als Gegner. Nazis sind bisher nicht aufgetaucht, aber es würde auch nicht überraschen. Subtile Zwischentöne kennt die Serie nicht, aber markige Reden vor amerikanischer Flagge gibts mehr als genug. Und zwischen den ganzen Heldenposen und Explosionen räkelt sich noch Rhona Mitra als superintelligente Virenforscherin vor dem Kamera. Wenn man in der Stimmung ist und sein Gehirn abschaltet, ganz erträglich. Ich tue mich schwer damit...
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      Extant hatte ich bisher nur die erste Folge gesehen. Fand ich gar nicht so schlecht und macht Lust auf mehr.

      The Strain finde ich ganz gut...habe aber auch die Bücher so das ich das meiste schon kenne und weiß worauf ich mich da einlasse. Entsprechend sind die Erwartungen wohl anders als bei Leuten die sie nicht kennen.
      Hoffe aber falls sie die Serie nach den Büchern weiterführen (bzw. sie sich überhaupt so lange hält) das sie sich ein besseren Abschluss einfallen lassen bzw. überhaupt das dritte Buch nur sehr sehr lose übernehmen. Das war meiner Meinung nach irgendwie "naja".

      Wovon ich wohl noch paar Folgen gesehen hatte war Penny Dreadful. Das fand ich ganz interessant da es div. Chars aus verschiedenen klassischen Geschichten in ein Topf wirft und im alten London abläd. Die Darstellung der Stadt, Kostüme usw. finde ich dabei richtig gut. Weiß aber halt nicht wie sich die Story noch so entwickelt da es wohl ein Hauptplott um Dracula und Mina gibt aber das anscheinend nur als Auftakt genutzt wird für eine Story die sich nach und nach um Vanessa dreht. Nebenbei gibt es Sidestorys die sich um den Ripper, Van Helsing, Dorian Gray usw. usw. drehen. Dorian Gray gefällt mir da mit am wenigsten da er irgendwie seltsam dargestellt wird. Er sieht irgendwie mehr wie ein viktorianischer Emo aus. Aber nun gut in der Geschichte war er ja auch als ein Schönling beschrieben worden...vielleicht passt es. Wäre halt nur nicht meine Vorstellung von ihm gewesen.

      Ansonsten nur die letzte Staffel von True Blood. Die gefällt mir bisher aber nur im Ansatz...und ja ich mochte die vorherigen Staffeln auch wenn ich da wohl mit der einzige bin XD...mittlerweile sind sie aber bei Folge 8 von 10 und ich hab das Gefühl das eigentlich kaum was wirklich passiert ist. Irgendwie fehlt mir so der fette Knall den man sich für das Finale wünscht. Stattdessen plätschert es nach dem starken Anfang etwas gemächlich vor sich hin. Gab zwar eine etwas überraschende Szene mit der ich nicht gerechnet hätte aber sonst...

      The Leftovers...tja...irgendwie hatte mir vor Jahren mal ein Kumpel was von einem Roman erzählt das mit der Entrückung beginnt. Hab es nie gelesen nur vielleicht war das der Ursprung der Serie. Ich weiß auch gar nicht ob ich die Serie unbedingt sehen muss gerade wie du schon sagst "Lindelof". Ich mag seine Arbeiten einfach nicht. Und wenn er tatsächlich schon ankündigt das er das Mysterium gar nicht aufklären will heißt es für mich eigentlich nur das er wohl wieder eine total wirre Story aus dem Hut zaubert wo er am Ende wohl eher selbst keine Ahnung hat wie er es überhaupt beenden will.

      The last Ship hab ich gleich ein großen Bogen drum gemacht XD. Irgendwie ahnte ich schon das genau das was du beschreibst drin vorkommt. Denke mal ich verpasse da auch nichts.
      Ich gucke zur Zeit auch mal wieder zu viele Serien gleichzeitig immer im Wechsel. Zur Zeit sind das u.a.:







      Ex-Knacki rückt seiner alten Partnerin auf die Pelle und übernimmt als Tarnung die Identität des Kleinstadtsherriffs. Dabei pinkelt er natürlich dem örtlichen Gangsterboss ans Bein, schlägt sich mit Indianern und Amish rum, bricht Vorschriften am laufenden Band und hat auch noch seinen alten Boss im Nacken, der ihn für einen alten Verrat am liebsten zu Tode foltern will.

      Ist 'ne ziemlich rauhe Serie mit jeder Menge Gewalt und Sex, aber gleichzeitig auch tollen Charakteren und interessanten Storys. Hab vor kurzem die erste Staffel abgeschlossen, die sich recht kontinuierlich bis zum Ende hin gesteigert hat.









      Britische Serie über ein paar jugendliche Kleinkriminelle, Proleten, Chaoten und Loser, die während der vom Gericht auferlegten gemeinnützigen Arbeit vom Blitz getroffen werden und fortan über Superkräfte verfügen. Dass da nichts gutes bei rauskommen kann, ist wohl schon fast vorprogrammiert.

      Die Serie ist etwas gewöhnungsbedürftig und nicht jede Folge ist ein Hit. Dafür sind Setting und Charaktere mal was völlig anderes als man sonst so im "Superhelden"-Genre gewohnt ist und es macht Spaß, den Protagonisten bei ihren Abenteuern und Alltagsproblemen zuzuschauen. Markant sind hier vor allem der krude Humor und die derben Sprüche, aber auch mit Leichen und Sex wird nicht immer sparsam umgegangen. Gleichzeitig steckt trotzdem viel Herz in der Serie und es ist nicht alles nur Jux und Dallerei.

      Die ersten vier Staffeln kann man sich auch kostenlos im Netz anschauen (die vierte Staffel ist IMHO bisher die beste gewesen):
      myvideo.de/serien/misfits









      Eine eher ungewöhnliche Polizei-Serie, die sich ein bisschen als Mischung aus üblichem Polizeidrama und Reality-TV á la "Cops" präsentiert. Es geht um verschiedene Streifenpolizisten und Detectives in L.A.s Problembezirken inmitten von Gang-Kriegen und dem Drogen-Milieu, aber auch ganz alltäglichen Problemen wie Verkehrssündern und Randalierern. Der Fokus liegt dabei weniger auf dem Fall der Woche als den Cops selbst, ihren Beziehungen untereinander und der nervenzermürbenden Arbeit. Sehr stimmungsvoll und authentisch präsentiert, manchmal geradezu erdrückend und erschütternd.









      Talentierte Feldagentin wird von Unbekanntem verraten und vermeintlich tot zurückgelassen, taucht dann ein Jahr später aber wieder bei ihrem alten Arbeitgeber auf und möchte zurück in den Job. Natürlich interessiert dabei vor allem, wer sie damals verraten hat und warum... und nebenbei wartet natürlich auch ein neuer Auftrag, der ihr ganzes Können erfordern wird.

      Kenne bisher nur die ersten zwei Folgen und es sieht nach 'nem recht soliden Spionage-Thriller in Serien-Form aus. Dabei gibts natürlich viele Geheimnisse zu ergründen, um der Wahrheit auf die Schliche zu kommen, was denn nun wirklich im Hintergrund gespielt wird. Weiß aber noch nicht, ob die Serie auch langfristig fesseln kann. Wer ein realistischeres und düsteres "Alias" sucht, der kann ja mal reinschauen.









      Jemand schon "The Killing" gesehen? Wäre vmtl. eine der nächsten Serien, in die ich mal reinschauen werde...


      Hab die Tage Hannibal Staffel 2 gesehen. Für mich immer noch großes Kino in Serienformat.

      Die sollten vorne drauf schreiben "Kann zu Depressionen führen". Die ganze düstere Grundstimmung, traumähnliche Szenen, ganz leichte Musikuntermalung. Alles erscheint vollkommen surreal, künstlerisch. Dazu Schauspieler die den Irrsinn der in ihnen brodelt einfach perfekt spielen. Ganz vorne mit dabei Mads Mikkelsen als Hannibal. Er spielt ihn anders Hopkins...für die Serie aber einfach perfekt.

      Die 2. Staffel setzt dabei noch mehr auf die Story und Chars als die erste wo es noch hin und wieder eine "Murderer of the Week" Folge gab. Die gibt es hier auch nur sind sie wirklich nur noch in der Minderzahl und meist stark in die eigentliche Story eingesponnen. Dabei nimmt man sich nun auch mehr und mehr Freiheiten und hält sich vor allem nicht mehr an die Filme (kenne das Buch zu Roter Drache nicht deshalb ka wie es dort ist)...hindert sie aber nicht einige Szenen sogar beinahe 1:1 zu übernehmen Stichwort brennender Rollstuhl. Das Katz und Maus Spiel zwischen Graham und Hannibal wird dabei einfach so genial dargestellt.

      Verstehe schon warum die Serie trotz Goreszenen nicht das Massenpublikum erreicht...sie will es gar nicht. Wer aber schon Staffel 1 gut fand - wie ich - dem kann ich zu Staffel 2 nur eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Wer hingegen schon mit der melancholischen Stimmung, teils Standbild artigen Szenen und sehr ruhigen Dialogen aus Staffel 1 nichts anfangen konnte bzw. langweilig fand oder aber die Darstellung von z.B. Graham nicht gut fand wird hier auch nicht besser bedient werden. Die Serie lebt halt von dieser Art und baut komplett auf dieser Stimmung auf.
      Hmm... Vielleicht gebe ich Hannibal ja doch mal ne Chance... irgendwie hatte ich darum bisher immer nen Bogen gemacht

      Was ich aber sehr empfehlen kann is Fargo: Abgeschlossene eigenständige Geschichte in 10 Episoden. Grandios absurd und - anders als True Detective - auch ein ordentliches Ende. Gibts inzwischen wohl auch auf deutsch. Ich habe allerdings die englische Fassung geguckt. Keine Ahnung wie die Synchronisation ist, aber im Original lebt die Serie auch durch die Akzente der Figuren.




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      Ich sage es mal so. Ich verstehe jeden der sagt das die Serie ihm zu langweilig ist. Sie sschlägt komplett ruhige Töne an. Nicht nur von der Handlung sondern der ganzen Art. Es gibt so gut wie gar keine Actionszenen. Einige Szenen könnten glatt als Standbilder durchgehen weil Hannibal und Graham sich einfach nur gegenüber sitzen und in ruhigem Tonfall ein Gespräch führen oder sogar gar nichts sagen. Selbst die Morde werden wie Kunstwerke dargestellt (was sie es teils auch sind...auch wenn es sich sehr makaber anhört). Dazu dann die surrealen Visionen von Graham...so hat er ein Bild vor Augen vom Ripper das er immer wieder sieht sei es in Form eines Monsters, Schatten der sich ausbreitet u.ä.....halt sehr schräg gehalten.

      Entsprechend die Darstellung von Graham der in der Serie beinahe einem etwas mehr gesellschaftsfähigeren Savant gleichkommt. In der Serie sprechen sie glaub ich von vollkommener Empathie. Das wird dann so dargestellt das er wirklich eins wird mit dem Mörder und alles aus seinen Augen sieht während er den Tatvorgang beinahe zurückspult. Und das geht einigen dann auch vielleicht etwas zu phantastische (was es aber auch ist)...ich find es passt aber einfach in die grundlegende Atmosphäre.

      Ist halt deutlich anders als Edward Norton in Roter Drache der dort ja eher ein ganz normaler Ermittler war. Hier spielt der Irrsinn beider Chars (Hannibal/Graham) einfach eine viel größere Bedeutung. Für mich spielen Mads Mikkelsen und Hugh Dancy die Rollen dabei einfach so genial. Ich glaube ich mag aber auch diese Art der Serie...bin deshalb vielleicht auch voreingenommen.

      ---
      Fargo wollte ich auch mal gucken. Kumpel hat mir aber gerade House of Cards ausgeliehen so das ich noch nicht weiß wann ich dazu kommen werde.
      Also ich hab mich für Hannibal bisher nicht interessiert, weil mich die Filme nie interessiert haben. Hab damals mal den "Hannibal"-Film von 2001 gesehen, fand ihn nicht sonderlich interessant oder spannend oder sonstwie reizvoll und damit landete dann auch die Serie in dieser Schublade. Mads Mikkelsen mag ich allerdings sehr... vielleicht schau ich doch mal irgendwann rein.

      Außerdem unterstütze ich die Fargo-Empfehlung - wirklich ausgezeichnete Serie mit großartigen Darstellern und Charakteren, die perfekt die melancholisch-skurrile Stimmung des Films einfängt und dennoch ihr eigenes Ding dreht. Wer kann, sollte sie auf Englisch schauen - an die Original-Performance von Billy Bob Thornton, Martin Freeman oder Bob Odenkirk kommt die nur durchschnittliche deutsche Synchro leider nicht ran.
      Wie wäre es mal wieder mit ner Serienempfehlung? ;)

      Orphan Black



      Kanadische Genreserie, produziert von Space und BBC America. Die ersten beiden Staffeln gibt es auf Deutsch z.B. auf Netflix, Amazon Prime, iTunes oder Bluray. Die dritte Staffel startet im April 2015. Jede Staffel hat 10 Folgen mit je 45 Minuten Länge.

      Ausgangslage der Serie:

      Sarah Manning (Tatiana Maslany), ist als Pflegekind aufgewachsen und hält sich eher schlecht als recht über Wasser. Eines Nachts auf einem Bahnsteig beobachtet sie zufällig den Selbstmord einer jungen Frau, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Sarah sieht eine Chance ihre finanziellen und persönlichen Probleme in den Griff zu bekommen und beschließt die Identität der Frau anzunehmen um deren Konten leer zu räumen. Natürlich fangen die Probleme damit erst an und sie wird in eine größere Verschwörung hineingerissen, bei der schnell mehr Frauen auftauchen, die ihre Zwillinge sein könnten.

      Deutscher Trailer:



      Warum gucken?

      Gute Genreserien mit SciFi-Einschlag gibts heutzutage selten und das hier ist meines Erachtens eine solche. Für mich liegen die Stärken vor allem in den symphatischen Charakteren, die dem Zuschauer schnell ans Herz wachsen und alle auf ihre Weise interessant sind. Dank der kurzen Staffeln gibts hier auch keine langweiligen "Füllerepisoden" oder "Leerlauf". Jede Episode bringt die Handlung in großen Schritten voran und wartet mit neuen Überraschungen oder Highlights auf. Die Dialoge sind clever und oft genug auch witzig. Besonderes Highlight ist Tatiana Maslany, die insb. im Original so sehr mit den verschiedenen Rollen der Doppelgänger verschmilzt (eigener Akzent, Gestik, Mimik, Verhalten etc.) das man immer wieder vergisst, dass hinter den verschiedenen Figuren ein und dieselbe Darstellerin steckt. Auch die Special Effects sind beeindruckend, da oft mehrere Doppelgängerinnen in einer Szene zu sehen sind und miteinander interagieren müssen. Nebenbei schafft es die Serie starke weibliche Hauptfiguren oder auch homosexuelle Charaktere zu etablieren ohne das das aufgesetzt wirkt oder diese Charaktere zu Abziehbildern verkümmern.

      Der Genremix aus SciFi, Verschwörungsthriller, Drama, Comedy funktioniert bestens. In Ihren Qualitäten erinnert mich der Mix an die Stärken von Joss Whedon Serien oder auch zuletzt Chuck. Orphan Black ist dabei sicher nicht die tiefgründigste Serie dieser Welt aber eine sehr charmante und kurzweilige Genreserie, der man - insb. im Originalton - mal eine Chance geben sollte.
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