[SPOILER] Mass Effect Ende

      [SPOILER] Mass Effect Ende

      Achtung Spoiler! Bitte nicht weiterlesen, wenn ihr euch zum Ende von Mass Effect 3 nicht spoilern lassen wollt!























      Das war es also? Die große Mass Effect Trilogie wurde zu einem Ende gebracht. Nach ungefähr 40 Spielstunden habe ich dieses Ende nun auch gesehen. Die Umsetzung bis zur Endsequenz ist angemessen episch und dramatisch, wie man es von dem Finale erwartet. Dann kommt jedoch die letzte Minute.

      Plötzlich wird der Schöpfer der Reaper aus dem Hut gezaubert, der uns alles "offenbart" und uns vor die finale Entscheidung stellt. Das passiert immer, völlig unabhängig von den Kriegsvorbereitungen, den Entscheidungen im Laufe des Spiels oder den vorherigen Spielen. Meine Handlungen als Spieler beeinflussten bestenfalls den "Weg" zu diesem Moment. Der Moment selbst und das daran anknüpfende Ende ist unausweichlich. Wir hätten uns all die Mühen also auch sparen können. Noch nicht einmal der finale Kampf kann irgendwie beeinflusst werden oder nimmt Bezug zu vorherigen Ereignissen, wie es Mass Effect 2 so vorbildlich vorgemacht hat.

      Die abschließende "Offenbarung" fällt zudem ohne Vorbereitung unmotiviert vom Himmel. Die These ist: Irgendwann erschafft jede hochentwickelte organische Spezies synthetisches Leben. Dieses wird mit der Zeit seine Schöpfer in allen Belangen überragen, sich gegen organisches Leben wenden und es langfristig im ganzen Universum auslöschen. Die Reaper wurden nur geschaffen, um die Existenz organischen Lebens zu schützen. Dazu müssen die Reaper die hochentwickelten Spezies rechtzeitig vor dem kritischen Punkt auslöschen und Platz für die "jungen" Spezies schaffen. Ein Zyklus der ewigen Erneuerung sozusagen. Durchbricht man den Zyklus durch Vernichtung der Reaper, erreicht man demnach nur einen kurzfristigen Sieg. Langfristig ist damit alles organische Leben ultimativ dem Untergang geweiht.

      Shepard beeinflusst mit seiner finalen Entscheidung nur die Frage wie der aktuelle Zyklus beendet wird:
      • Shepard opfert sich, übernimmt die Kontrolle über die Reaper und folgt den Plänen des Illusive Man.
      • Shepard opfert sich und verschmilzt alles organische Leben mit synthetischem Leben zu einer neuen Form von Leben
      • Shepard vernichtet alles synthetische Leben einschließlich der Reaper, der Geth und EDI. Wenn der Schöpfer der Reaper recht hat, verdammt er damit alles organische Leben langfristig zum Untergang. Nur hier gibt es eine Chance, dass man Shepard nach der Endsequenz in den Trümmern der Citadel für eine Sekunde noch kurz atmen sieht.

      Es wird in jedem Fall eine "Energiewelle" ausgelöst, die alle Massenportale zerstört (und den jeweiligen Effekt auslöst). Interplanetare Reisen sind damit unmöglich. Die Citadel, der galaktische Rat und (wenn man nicht genug "War Assets" hatte) auch die Erde sind zerstört - zusammen mit unzähligen Toten und verwüsteten Planeten aus dem Reaperkrieg. Alle Systeme in der Galaxis sind durch die Vernichtung der Massenportale wieder isoliert voneinander. Die große Flotte hängt im Solsystem fest. Die galaktische Zivilisation ist zerstört. Die Normady wird am Massenportal von der Energiewelle mitgerissen und stürzt mit Totalschaden auf einem unbekannten Planeten ab. Die Überlebenden der Normady haben keine Chance wieder in die "Zivilisation" zurück zu kehren. Die kurze Endsequenz ist abgesehen von der Farbe der Energiewelle und einigen wenigen Details immer identisch.

      Tjoar... So ein fatalistisches Ende hätte ich jetzt auch nicht erwartet.

      Es bringt auch so einige Logikprobleme mit sich: Shepard ist keine 5 Minuten in der Citadel und in der Zeit haben meine Squadmitglieder den letzten Ansturm auf der Erde nicht nur ohne sichtbare Kratzer überlebt, sondern sind sogar zurück auf die Normandy in den Orbit, anstatt mir wie vorgesehen auf die Citadel zu folgen? Überhaupt ist der ganze Normandy-Crash völlig unnötig und ergibt sich in keiner Weise aus der Handlung. Was soll das? Nur um auch meiner Crew noch eine rein zu würgen?

      Die Endsequenz läuft keine Minute. Es gibt keinen "nostalgischen" Rückblick auf die großen emotionalen Momente und die liebgewonnen Charaktere, es gibt keinen Ausblick, was aus den Überlebenden nach dem Ende wird oder welche Konsequenzen die finale Entscheidung tatsächlich hatte. Trotz aller Anstrengungen kann ich bei Mass Effect 3 (anders als bei den vorherigen Spielen) kein wie auch immer geartetes "Happy End" erleben. Eigentlich gibt es nur ein Ende (in drei unterschiedlichen "Farben"). Und das lässt mich nach einer knappen Minute unbefriedigt im Ungewissen hängen.

      Es muss ja nun nicht unbedingt ein Happy End werden... aber so?

      Fazit: Das Ende haben sie vergeigt.



      EDIT::

      Die Fachpresse reagiert:

      - 5 Reasons The Fans Are Right (gamefront.com)
      - Why Fan Service is Good Business (forbes.com)
      - Why The Mass Effect 3 Ending Sucked (play-mag.co.uk)

      Prominente YouTubeReviewer schlagen ins gleiche Kerbholz:

      Angry Joe
      6M0Cf864P7E

      Jeremy Jahns
      4H_A7SeawU4

      Gleichzeitig wollen einige Fans die "wahre" Bedeutung der letzten Szene entschlüsseln:

      Tbghjn7_Byc

      Im Internet sammeln sich die Fankampagnen:

      Retake Mass Effect: Childs Play
      Demand A Better Ending To Mass Effect 3
      Petition: We want a DLC that changes the last minutes of the game.

      Und Bioware macht Feedbackthreads zum Ende auf:

      On the Mass Effect 3 endings. Yes, we are listening.

      Die Pressearbeit wird ausführlich von selbsternannten Experten analysiert:

      EA/Bioware in Full PR Damage Control Mode
      guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Nintendo: FC 2208-9045-8450)
      Gibt auch eine Seite die div. Probleme zum Ende aufzählt...ob man alle Gründe richtig findet sei mal dahingestellt aber bei einigen Sachen konnte ich mir wenn ich ehrlich bin das Grinsen nicht verkneifen


      5 Gründe warum die Fans das Ende hassen




      Das Ende hat was von Assassins Creed 2...vorsicht spoiler


      da wird auch mal eben kurz vor Schluss (ca 5 Min) noch eben ne Alienrasse aus dem Hut gezaubert die durch die Augen des Vorfahren mit dem Hauptchar in der Zukunft spricht, weil der sich ja genetisch die Erinnerung des Vorfahren anguckt und die Alienrasse genau das weiß...das war so der Moment wo ich dachte...Leute was raucht ihr eigentlich?



      Ansonsten frage ich mich persönlich warum bei so einem Ende was nun wirklich offensichtlich sehr sehr seltsam daherkommt...sich anscheinend so gut wie kein Tester darüber gestört hat. Wie ist das möglich bei über 30 (und viel mehr) Reviews rund um die Welt mit Testern verschienen Menschentyps, Kultur usw....man kann mir doch nicht erzählen das es alle toll fanden?!

      Wenn ich ehrlich bin...ich denke auch ohne den Proteststurm sind längst 1-2 Epilog DLCs fest eingeplant gewesen und genau deshalb wurden viele Lücken offen gelassen.

      Post was edited 3 times, last by “Tyren” ().

      Hab meinen Eingangspost nochmal etwas überarbeitet. War noch etwas "wirr" formuliert. :)

      Mein Hauptproblem ist gar nicht das fehlende Happy End oder die überaschende Schlusswendung. Mein Hauptproblem mit diesem Ende ist, dass es den Spieler sowie seine Handlungen nicht ernst nimmt und ihm die Möglichkeit vorenthält "Abschied" von seinen Charakteren zu nehmen.

      Sie hätten sie es ja von mir aus so lassen können. Aber dann hängt doch bitte schön noch 5 Minuten "Nachbereitung" dran, in denen ich erfahre, was aus den Überlebenden wird und wie sich die Galaxis abhängig von meiner letzten Entscheidung (und den wichtigsten Entscheidungen zuvor) entwickelt. Notfalls mit Standbildern und einer Erzählerstimme. Oder gebt mir wenigstens noch mal einen emotionalen Rückblick auf die Schlüsselmomente aus den drei Spielen (die ihr im Finale ja grad so schön ignoriert habt). Stattdessen werde ich mit ner 1-minütigen Endsequenz abgespeist, die sich nur in der Farbe der Energiewelle unterscheidet.

      Der Wunsch nach DLC wird sicher hinter der ein oder anderen Entscheidung bezüglich des Finales stecken. Trotzdem bleibt ein sehr sehr fader Beigeschmack. Das hat die Serie nicht verdient. Insbesondere da das dritte Spiele ohne diese letzte Minute der beste Teil der Serie geworden wäre.
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      Mich stört es da auch, wie du schon schreibst, das es nicht auf die Auswirkungen eingeht. Die Portale sind nunmal das wichtigste für alle Spezies des Universums...aber auf die Konsequenzen der Zerstörung wird nicht eingegangen (bzw. in Arrival hat es noch das ganze System ausgelöscht).

      Man kann die Genophage heilen aber die Konsequenzen davon was daraus in paar Jahrzehnten wird...hmm ist wohl egal.
      Man hat sich die Treue von div. Leuten erarbeitet, Romanzen mit ihnen gehabt, sie gerettet oder sie in der Schlacht verloren, man hat mit ihnen zusammen sogar den Tod überwunden indem man sich opferte um sie zu retten...aber scheinbar war all das nicht wichtig genug noch ganz kurz was zu schreiben was mit ihnen in den nächsten Jahrzehnten wurde.

      Das alles macht das Spiel auch nicht grundsätzlich schlecht, ichg laube jedem der damit unglaublich viel Spaß hat (auch wenn ich es wieder "nur" GUT finde). Aber warum wird so ein offensichtliches Problem komplett bei den Reviews verschwiegen. Das verstehe ich einfach nicht.

      Post was edited 2 times, last by “Tyren” ().

      Aber warum wird so ein offensichtliches Problem komplett bei den Reviews verschwiegen. Das verstehe ich einfach nicht.

      Da habe ich nur eine Idee: Die meisten Tester kommen aus Zeitgründen für ihr Review nicht bis zum Ende. Bis unmittelbar vor der letzten Szene hätte ich auch noch geschworen, dass das Gejammere Unsinn ist.

      Der von dir verlinkte Titel spiegelt übrigens komplett meine Meinung wieder. Genau das ist das Problem mit dem dritten Teil!

      EDIT: Kleine Ergänzung, weil ich diese Theorie eines Nutzers einfach putzig finde:

      You are correct that the ending is way too short and much to ambiguous, but you fail to understand that the whole final part is a dream of shepard. If you finish the game by choosing to destroy the reapers and you had had over 4000 assetst then you see shepard wake up in rumble where the laser beam nearly killed him. Thus the whole end part was a dream and that is why it made so little sense. It was really a mental battle for shepard avoiding indoctrination. They should have made this more obvious, but once you understand the whole ending was taking part in shepard’s unconscious you understand much of the problems you raised such as the boy, anderson, and the illusive man appearing. It is also why they say no one made it to the beam. No one really did.

      Yeah... das wär dann wohl die ultimative Verarsche des Spielers :D Und der ideale Anknüpfungspunkt für den kostenpflichtigen DLC, der dann das "echte" Finale präsentiert.
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      'tschuldigung. Muss noch was ergänzen.

      Der von Tyren verlinkte Artikel bringt es auf den Punkt. Kurz zusammengefasst:

      (1) Brevity: As you begin the final mission, you actually feel the weight of 5 years of play, dozens of well-written friendships, and 15,000 years of galactic civilization are behind you. It’s a glorious accomplishment. And that accomplishment is completely undone as the story is wrapped up via a barely-interactive cutscene lasting less than 10 minutes. That kind of terseness, in addition to just feeling cheap, also manages the particularly nasty trick of completely robbing players of closure. It’s that the player is never given any sense of how the choice they ultimately made affected the galaxy they worked so hard to save.

      (2) It is Confusing and Under-Developed: Making things worse, the player isn’t even provided with enough data or context for this to at least make some kind of sense. Instead, they’re simply baffled by events they cannot control, and left with far more questions than any “definitive” ending should have.

      (3) Lore Errors, Plot Holes: Considering how short the ending of Mass Effect 3 actually is, it’s impressive that it could still manage to violate established canon while simultaneously creating holes in the plot bigger than The Illusive Man’s ego.

      (4) Key Philosophical Themes Are Discarded: After years of forcing players to wrestle with surprisingly complex issues ranging from bigotry, sexual freedom, religion, political corruption and personal moral compromise – especially in the final game – it ultimately disregards all of them in order to force a tired twist ending on players who have seen far too many movies and played far too many games to be surprised. That the ending also requires the player to act contrary to their own actions as established by the series and even Mass Effect 3 itself is just bitter icing on a stale cake.

      (5) Player Choice Is Completely Discarded: From the beginning, and especially as work progressed on Mass Effect 3, BioWare has made a lot of very specific promises about what players could expect. And then, you are given the same three choices, choices that you must accept even though none of them fit with anything Shepard would ever have done at any previous moment in the entire series. Whether the choices succeed or fail depends solely on your Effective Military Strength score, and nothing else. And once made, the only difference between them is a slightly different cutscene, and a different-colored explosion. In short, players are provided with nothing remotely close to the unique, personal experience they were promised.





      :) :D :) :D
      guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Nintendo: FC 2208-9045-8450)
      Hmm vielleicht wird es dann wenigstens ein vollwertiges AddOn wie bei Dragon Age Awakening. Wäre dann ansich sogar logisch weil der gute Shepard ja glaub ich auch mit Hilfe von Reaper Technologie wieder aus einem Stück Holzkohle zu einem Menschen wurde (bin mir da aber nicht mehr sicher)...vielleicht hat er dadurch ein Art Backdoor zu seinem Hirn in das die AI eindringen konnte.


      -----------------------

      Gerücht:

      Today however, Polish site CD-Action has posted what is claimed to be the full version of that graphic. The original graphic, seen at the top of this page, only seemed to indicate that it was associated with multiplayer. An anonymous poster has added additional commentary on the image that not only purports to clarify what happened with ME32s ending, but makes almost unbelievable claims about BioWare’s DLC strategy.

      The ending was half-assed because of the leak. They changed it at the last minute so they could have more time to prepare the real ending via DLC.

      It’s called The Truth and it’s being released in April or May. You WILL be able to continue the story if you picked any of the endings. Your decision during that sequence will have a big effect on your ending of The Truth. The Truth adds two new sets of enemies, new classes, and multiplayer maps including “Firebase Hive”, which is a small area of the last remaining collector ship included in the DLC, which, by the way you should definitely bring Javik the Prothean along if you have him.

      The picture here shows some of the leaked multiplayer classes and races. One race that isn’t shown is the Prothean Adept and Vanguard. This DLC also enables the ability for owners of the preorder and From Ashes DLC to find their DLC weapons in reinforcement packs.

      All that content, and this might as well be labeled an expansion pack.

      And it’s free.

      You’re welcome.

      Quelle

      Na da bin ich mal gespannt...

      Post was edited 2 times, last by “Tyren” ().

      Die Meldung soll wohl nen Fake sein... Der darin refenzierte Multiplayer DLC soll außerdem nicht kostenlos sein...

      Aber Hoffnung stirbt natürlich zuletzt :)


      EDIT:

      Casey Hudson (Director und Executive Producer von Mass Effect 3) rühmt sich in einem aktuellen Interview nicht nur der großartigen Berücksichtigung von Fanwünschen sondern nimmt auch Stellung zum Ende (Quelle):

      I think what I’m most proud of is that we’ve told a story that will be remembered. (...) I didn’t want the game to be forgettable, and even right down to the sort of polarizing reaction that the ends have had with people–debating what the endings mean and what’s going to happen next, and what situation are the characters left in. That to me is part of what’s exciting about this story. There has always been a little bit of mystery there and a little bit of interpretation, and it’s a story that people can talk about after the fact.

      Bioware hats offenbar nicht kapiert. Das Ende "polarisiert" nicht weil es so viel Raum für Spekulationen und Interpretation gibt. Es ist einfach Mist. Da wird die Integrität der ganzen Serie für einen an den Haaren herbeigezogenen Schlusstwists geopfert und der Spieler sowie all seine Entscheidungen für dumm verkauft. Und ganz nebenbei reissen sie damit riesige Logiklöcher auf und brechen ihr eigenes Versprechen, dass bis heute prominent auf der offiziellen Webseite steht:

      "Experience the beginning, middle, and end of an emotional story unlike any other, where the decisions you make completely shape your experience and outcome."


      Gibt inzwischen weitere gute Artikel zum "Ende" von Mass Effect:

      - Why Fan Service is Good Business (forbes.com)
      - Why The Mass Effect 3 Ending Sucked (play-mag.co.uk)
      guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Nintendo: FC 2208-9045-8450)
      News zum DLC der nach der Story spielt verdichten sich aber anscheinend wirklich. Ich hoffe das Bioware bzw. wohl eher EA (denn ich glaube einfach das die eher für so ein Mist verantwortlich sind durch Zeitdruck, DLC Zwang usw.) den Anstand hat da einiges als Wiedergutmachung umsonst zu liefern. Wäre sonst leider nur eine neue Masche DLC an den Mann zu bringen...

      höhö lassen wir mal ein besch.... Ende drin und verkaufen den DLC mit dem richtigen Epilog extra...


      videogameszone.de/Mass-Effect-…ch-dem-Story-Ende-873028/


      PS: Wahre Worte
      Back to the second thing again. The ending(s) is(/are) horrible. It was mentioned in our Mass Effect 3 review and I thought I had gone mad, as the only other reviews to mention the endings being bad were Giant Bomb and Ars Technica. One review even described the endings as ‘monumental’.



      ---

      Das Interview ist im übrigen nur viel Marketing BlaBla der verkauft ja auch die Shadow Broker DLC Story als Fanwunsch den man einzig und allein für die Fans erfüllt hat. Die Spieler wollten ja mehr Zeit mit Liara verbringen und den hatte man ihnen damit nur erfüllen wollen.
      Das man den Shadow Broker in Teil 1 einführte und in Teil 2 weiter ausbaute, Liara mit in die Jagd nach dem Char einbaute ohne ein Ende der Story um den Broker zu präsentieren wird sicherlich keine Rolle gespielt haben.

      Post was edited 2 times, last by “Tyren” ().

      Na mal schauen... *skeptisch ist* Der Schaden ist angerichtet und wenn sie für des "wahre Ende" dann Geld verlangen, dann wirds erst recht bitter. Andererseits gibts auch solche Leute:
      to paraphrase one fan, “the ending is so unspeakably bad, I’d throw $10 at it just to make it go away.”
      guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Nintendo: FC 2208-9045-8450)
      Hmm... hab's nun auch durch und meine ersten Gedanken nach dem Ende waren in etwa: "Darüber regen sich alle so auf? Das soll jetzt so abartig schlecht gewesen sein?"

      Offenbar bin ich da deutlich in der Minderheit, aber ich fand das Ende gut und passend. Nicht "OMG BEST ENDING EVAAAAR!", aber weit entfernt von der erwarteten Katastrophe nach all den Horrorberichten über das schlechte Ende.

      ... okay, das mit der Normandy war dämlich. Nicht mal unbedingt der Absturz, aber das plötzlich meine Squadmitglieder unversehrt an Bord waren, nachdem ich sie zuletzt kurz vor Harbingers Begrüßungslaser gesehen hatte. Ein ziemlich blöder Ausrutscher seitens Bioware, der wenigstens die Andeutung einer Erklärung benötigt hätte.

      Sonst fand ich's aber in Ordnung. Allerdings hatte ich auch nie ernsthaft die Erwartung, dass sich meine Entscheidungen aus drei Spielen wesentlich auf das Ende auswirken würden - das war weder in den Vorgängern der Fall, noch kenne ich ein anderes Spiel mit derlei Eigenschaften. Nicht einmal in Fallout war das so. Auf den Ablauf des Endes hatte auch dort keine deiner vorher getroffenen Entscheidungen einen wesentlichen Einfluss - du bekamst nach dem Ende lediglich andere Standbilder und Texte präsentiert, die dir erklärten, wie sich die Welt nach Spielende weiterentwickeln würde.

      Gut, letzteres fehlt in ME3... aber auch in vielen anderen Spielen. Nur selten bekomme ich eine Erklärung, wie sich die Welt durch meine Handlungen verändern wird, nachdem ich den jeweiligen Oberboss geschlagen habe. Und damit kann ich auch leben, das lässt noch jede Menge Raum für weitere Erzählungen im Mass Effect Universum. Die Reaper mögen besiegt sein, aber dafür warten schon neue Herausforderungen.

      Natürlich stelle ich mir Fragen, wie es mit dem Universum oder auch einfach nur meinen Mitstreitern weitergehen wird, wie sie sich entwickeln. Aber ich benötige darauf keine definitiven Antworten, keine haarkleine Erklärung über den Werdegang aller relevanten handelnden Personen. Ich will kein zweites Herr der Ringe-Ende, dass einfach selbst kein Ende mehr nehmen wollte, lange nachdem der dritte Film seinen Spannungsbogen weeeeit überdehnt hatte...

      Die enorme Aufregung über's Ende finde ich daher reichlich übertrieben, zumal das gesamte Spiel davor gewohnt hohe Qualität bot. Kein Grund für all die Hasstiraden gegenüber Bioware.
      Ich hab dir ja prophezeit, dass du es angesichts der ganzen "Horrorberichte" am Ende sogar gut findest. :)

      Der Rest der Spielerschaft ist vor der großen Aufregung eher mit folgender Erwartungshaltung an Mass Effect rangegangen: "This story arc is coming to an end with this game. That means the endings can be a lot more different. At this point we’re taking into account so many decisions that you’ve made as a player and reflecting a lot of that stuff. It’s not even in any way like the traditional game endings, where you can say how many endings there are or whether you got ending A, B, or C.....The endings have a lot more sophistication and variety in them.”

      Tjoar... und dann stehst du da... A, B und C vor dir, deren Endesequenz sich abgesehen von minimalen Details nur in der Farbe der Explosion unterscheidet.

      Ich finde, dass sie das in den Vorgängern wesentlich besser hinbekommen. Ich wusste am Ende von Mass Effect 1 ziemlich genau wo das Universum steht und konnte während und nach dem Finale sogar noch bedeutende Entscheidungen treffen (z.B. Überleben des Rates, Nachfolger für die Menschen). Gleiches für Mass Effect 2. Bei Mass Effect 3 - dem großen Abschluss der Trilogie - gibt es das alles nicht.

      ich fand das Ende gut und passend


      Gut, ist Geschmackssache. Aber passend? Zu was passend?

      Angenommen, ich akzeptiere, dass der Finalkampf ungeachtet aller vorherigen Entscheidungen immer identisch abläuft und ich - anders als in ME2 - im Finalkampf auch keinen direkten Einfluss mehr nehmen kann. Angenommen ich akzeptiere dann, dass in den letzten Sekunden eine völlig neue Figur eingeführt wird, die mich immer vor dieselbe Entscheidung zwischen A, B und C stellt. Und angenommen ich akzeptiere abschließend auch die "Plotholes" der Endsequenz und das es - bis auf Details - immer dieselbe kurze Endsequenz mit einem offenen Ende ist.

      Mass Effect hat im Kern immer eine Botschaft der gegenseitigen Toleranz propagiert, in der ein friedliches Zusammenleben völlig unterschiedlicher individueller Rassen möglich und notwendig ist, um gemeinsam gegen die Herausforderungen bestehen zu können. Dabei war synthetisches Leben ausdrücklich ein wesentlicher Teil dieser Botschaft. Sei es bspw. durch Legion in ME2 oder noch deutlicher in ME3 durch die Aussöhnung der Geth mit den Quarianern und durch die Charakterentwicklung von EDI. Es ging eben nicht nur um die Vernichtung der Reaper, sondern um die Aufnahme der Menschen in die galaktische Zivilisation und das Auflösen von Konflikten und Vorurteilen zwischen den verschiedenen Rassen.

      Und nun behauptet das "Godchild", dass eine friedliche Koexistenz von synthetischem und organischem Leben nicht möglich ist und synthetisches Leben zwangsläufig alles organische Leben vernichten wird? Als Alternative zu den Reapern soll plötzlich die "Synthese" dienen, in der alles organische Leben mit synthetischem Leben verschmolzen wird? Diese erzwungene Gleichschaltung allen Lebens spricht gegen das, wofür die Serie bisher stand. Denn gerade die Individualität der Einzelnen in der Gemeinschaft, machte deren Stärke aus. Das bringt Jarvik in einem Dialog in ME3 sehr deutlich zum Ausdruck: Er erkennt an einer Stelle, dass die Protheaner nicht so weit gekommen sind, weil sie fremde Lebensformen und Rassen assimiliert haben, statt ihre Individualität zu erhalten. Somit fehlte den Protheannern im Kampf gegen die Reaper die notwendige Vielfalt und Kreativität zu neuen Strategien.

      Nach all den unzähligen Stunden, in denen Shepard also genau für das Gegenteil gekämpft hat, kann er die vom "Godchild" vorgetragene Behauptung und erzwungene Wahl noch nicht einmal hinterfragen! Das geht gegen alles, wofür die Serie und der Hauptcharakter bisher einstanden.
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      <WallOfText>

      Ich muss dazu sagen, dass ich dem ganzen Marketing-Brimborium nicht wirklich gefolgt bin... ich habe keine Interviews gelesen, keine Previews studiert und auch kaum Trailer angesehen. Deswegen hatte ich zu keinem Zeitpunkt eine derartige Erwartungshaltung ;)

      Ich kann verstehen, wenn Leute, die diesem Marketing-Geblubber geglaubt haben, nun enttäuscht sind. Ich persönlich kann aber halt nur von meinen Erfahrungen hier reden.

      Ich finde, dass sie das in den Vorgängern wesentlich besser hinbekommen. Ich wusste am Ende von Mass Effect 1 ziemlich genau wo das Universum steht und konnte während und nach dem Finale sogar noch bedeutende Entscheidungen treffen (z.B. Überleben des Rates, Nachfolger für die Menschen).

      Du führst das als zwei Beispiele an, aber gibts denn noch andere Beispiele? Welche anderen Entscheidungen hast du sonst noch am Ende von Mass Effect 1 getroffen? Und einen echten Einfluß aufs Ende nehmen beiden Entscheidungen nicht - Sovereign wird so oder so besiegt und falls der Rat dabei draufgeht, wird er bei der Abschlussbesprechung durch drei nahezu identisch aussehende Gestalten ersetzt. Und ob Anderson oder Udina Ratsmitglied wird... das ist bestenfalls eine Randnotiz wert, aber nicht Kern der Story, geschweige denn relevant für das Finale.


      Angenommen, ich akzeptiere, dass der Finalkampf ungeachtet aller vorherigen Entscheidungen immer identisch abläuft und ich - anders als in ME2 - im Finalkampf auch keinen direkten Einfluss mehr nehmen kann. Angenommen ich akzeptiere dann, dass in den letzten Sekunden eine völlig neue Figur eingeführt wird, die mich immer vor dieselbe Entscheidung zwischen A, B und C stellt.

      Was war im ersten Mass Effect? Das Ende war immer gleich (Schlacht gegen Sovereign und Saren) und die einzig nennenswerte Entscheidung war, ob man die Ratsmitglieder rettet oder nicht - was aber nicht wirklich relevant für die Story ist, politische Nachfolger gibt es immer.

      Was war im zweiten Mass Effect? Das Ende ist immer gleich (Schlacht um die / in der Kollektor-Basis), mit der Wahlmöglichkeit um Tor 1 (Basis zerstören) oder Tor 2 (Basis dem Illusive Man überlassen)... völlig unabhängig von allen Entscheidungen, die du vorher getroffen hast.
      Lediglich auf das Überleben deiner Team-Mitglieder (und dir selbst) hast du echten Einfluss... wobei es trivial ist, alle überleben zu lassen, wenn man brav alle Loyalitätsmissionen und Schiffsupgrades erledigt hat. Aber selbst wenn Leute draufgehen: einen echten Einfluss auf den Ablauf des Finales oder "das große Ganze" hat es nicht.

      Und im dritten Teil? Das Ende ist immer gleich (Schlacht um die Erde und die Galaxis), mit einer Wahlmöglichkeit zwischen A, B und C... völlig unabhängig von allen Entscheidungen, die du vorher getroffen hast.

      Vielleicht bin ich blind, aber ich sehe nicht, wo sich der dritte Teil da verschlechtert haben soll. Gut, dein Team kann in der letzten Mission nicht mehr draufgehen wie im Vorgänger, aber dafür hast du immer noch während des restlichen Spiels mehrere größere Entscheidungen zu treffen mit möglicherweise tragischen Konsequenzen... und die Entscheidung zwischen diesem A, B und C ist wohl unzweifelhaft die Entscheidung mit den weitreichendsten Folgen für's Universum, die du je zuvor in einem ME-Finale treffen musstest.

      Mass Effect hat im Kern immer eine Botschaft der gegenseitigen Toleranz propagiert, in der ein friedliches Zusammenleben völlig unterschiedlicher individueller Rassen möglich und notwendig ist, um gemeinsam gegen die Herausforderungen bestehen zu können.

      Naja, das kommt wohl eher auf deinen Shepard an. Legion brauchte man im zweiten Teil ja noch nicht einmal aktivieren geschweige denn mit ihm sprechen, die Geth kann man im dritten Teil ausrotten, die Kroganer sabotieren, usw.

      Als Alternative zu den Reapern soll plötzlich die "Synthese" dienen, in der alles organische Leben mit synthetischem Leben verschmolzen wird? Diese erzwungene Gleichschaltung allen Lebens spricht gegen das, wofür die Serie bisher stand.

      Dann... wähle ein anderes Ende? Kontrolliere die Reaper, beende den Krieg.

      Oder zerstöre die Reaper, mit der Perspektive im Hinterkopf, dass früher oder später wieder synthetisches Leben erschaffen werden wird und die friedliche Koexistenz zwischen beiden Lebensformen vielleicht dann endlich Realität werden kann.

      Ich sehe die Synthese nun z.B. auch nicht wirklich als Gleichschaltung, sondern "nur" als evolutionären Schritt zu einer neuen Art von Lebensform - nicht organisch, nicht synthetisch, sondern eben eine dritte Variante. D.h. nicht, dass es dann nur noch genau eine Spezies geben wird, ähnlich wie es ja auch nicht nur eine Spezies von synthetischem oder organischen Leben gibt.

      Nach all den unzähligen Stunden, in denen Shepard also genau für das Gegenteil gekämpft hat, kann er die vom "Godchild" vorgetragene Behauptung und erzwungene Wahl noch nicht einmal hinterfragen! Das geht gegen alles, wofür die Serie und der Hauptcharakter bisher einstanden.

      Wie gesagt, hängt von deinem Shepard ab. Auch ich hätte gerne mehr Dialog- und Handlungs-Optionen am Ende gehabt, gerade um die gebotenen Optionen deutlicher zu hinterfragen. Trotzdem finde ich es nicht sooo unglaubwürdig, dass der schwer verletzte, kriegsmüde Shepard letztlich auf eine Option eingeht.... welche ernsthafte Wahl hat er denn auch? Das Hologramm / den Geist töten? Oder sich weigern und dem Untergang der organischen Zivilisationen zugucken, während die Reaper die Schlacht gewinnen?

      ... und ob es nun dagegen geht, wofür die Serie bisher einstand oder nicht ... manchmal kriegt man halt kein Regenbogen-Ende, so sehr man es sich auch wünscht. Das heißt aber nicht, dass die Ideale, die man bis dahin hochgehalten hat, irgendwie an Wert verloren hätten.

      </WallOfText>
      Da möchte ich doch mal deutlich wiedersprechen. :D

      Um es zum letzten Mal deutlich zu sagen: ich will kein Regenbogen Ende. Ich will ein nachvollziehbares Ende beim Abschluss der großen Trilogie. Von mir aus können dabei alle draufgehen, aber ich möchte verstehen warum und was daraus folgt.

      Auch als Renegade zogen sich die oben genannten Themen durch alle Spiele. Allein die Tatsache, dass man überhaupt vor diese moralischen Zwickmühlen gestellt wurde, beweisst das. Und auch als Renegade hat man z.B. in Teil 2 eine funktionierende Crew und in Teil 3 diverse alte Konflikte aufgelöst - wenn auch aus anderen Motiven.

      Die Enden waren in beiden vorherigen Spielen besser. Natürlich sind wesentliche Elemente immer gleich (z.B. Souvereign wird besiegt). Trotzdem konnte man dort die Ereignisse nachvollziehen und die Entscheidungen während des Finales ergaben sich logisch aus der Handlung und den vorherigen Entscheidungen. Beide Spiele gaben der Handlung zudem einen sauberen befriedigenden Abschluss. Vom Ende der Trilogie erwarte ich zumindest einen Abschluss.

      Aber bei Mass Effect 3 kann ich mich nur verarscht fühlen. Da wird in den letzten Sekunden eine neue Figur eingeführt, die völlig losgelöst von der bisherigen Handlung eine wilde Behauptung vor mich auskübelt, die ich mangels Kontext deshalb auch nicht einordnen kann. Dann verweigert mir das Spiel (erstmals) eine sinnvolll Reaktion darauf und zwingt mich durch Tor A, B oder C zu gehen. Und das Ergebnis ist eine Explosion in verschiedenen Farben. Eine Andeutung, was diese Entscheidungen nun für Auswirkungen hat, gibt es natürlich auch nicht.

      Ähnelt ein bissel den Krimis, die die entscheidende Information für die Entlarvung des Mörders dem Zuschauer bewusst vorenthält, damit sie der Dedektiv am Ende in der Enthüllungsszene aus dem Hut zaubern kann. Nur das man beim Krimi dann wenigstens auch gezeigt bekommt, wer der wahre Mörder war. Bei Mass Effect 3 werd mir die Behauptung einfach um die Ohren gehauen, obwohl es die ganze Zeit das Gegenteil vermittelt hat. Und dann werd ich im Regen stehen gelassen und darf mir den Rest selbst herbeifantasieren.

      Tschuldigung, aber das Ende von Mass Effect 3 als Abschluss der großen Trilogie is einfach mieses Gamedesign.

      Vielleicht vermitteln dir die obigen YouTube Videos und Artikel ja auch noch andere Argumente, warum das so ist ;)

      Ein neuer Artikel is übrigens auf krawall erschienen: [URL=http://www.krawall.de/web/Mass_Effect_3/special/id,61462/]http://www.krawall.de/web/Mass_Effect_3/special/id,61462/[/URL]

      PS.: Und ja, mein Shepard hätte sich angesichts dieses Blödsinns einfach auf den Boden gesetzt und dem finalen Kampf zugeschaut.

      :)
      guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Nintendo: FC 2208-9045-8450)
      Da wird in den letzten Sekunden eine neue Figur eingeführt, die völlig losgelöst von der bisherigen Handlung eine wilde Behauptung vor mich auskübelt, die ich mangels Kontext deshalb auch nicht einordnen kann.

      Da verstehe ich das Riesen-Problem nicht. Ja, es wird eine neue Figur eingeführt, die bis dahin nur angedeutet wurde... aber die Behauptung empfand ich nicht als sonderlich wild oder losgelöst von der Handlung. Um den Konflikt zwischen organischem und künstlichem Leben ging es doch letztlich die gesamten drei Spiele über!? Insbesondere in Bezug auf die ständige Gefahr, dass die Maschinen sich gegen ihre Schöpfer wenden könnten.

      Der Catalyst hat da seine eigene Meinung dazu, der du nun zustimmen kannst oder eben nicht. Basierend darauf triffst du nun deine Entscheidung, wie du die Crucible einzusetzen gedenkst. Ob nun als Waffe gegen die Reaper (durch Zerstörung oder Kontrolle), wofür sie vermutlich ursprünglich gedacht war oder eben die Synthese als alternatives Mittel, den Kreislauf der Vernichtung zu durchbrechen.

      Ich weiß nicht, was für andere Optionen du letztlich haben willst. Dass der Einsatz der Crucible riskant werden würde, wusste man von Anfang an - es war eben der letzte Strohhalm... eine uralte Superwaffe, von der keiner so richtig weiß, was sie eigentlich anrichten würde. Der Catalyst gibt dir letztlich nur den Schlüssel in die Hand, um das zu tun, worauf du das ganze Spiel hingearbeitet hast... mit problematischen "Nebenwirkungen" wie die Zerstörung der Mass Effect Relays.

      Dass die drei Endsequenzen sich lediglich in der Farbe der Druckwelle unterscheiden, finde ich da nicht weiter wild. Sicher ist das "faul" von Seiten Bioware, aber doch nur kosmetisches Beiwerk - die Auswirkungen aufs Universum sind jeweils andere.

      Und wie gesagt... ich finde es okay, dass anschließend nicht breit erklärt wird, wie sich dieses Ereignis auf die Galaxie auswirken wird. Was mit den gestrandeten Schiffen passiert, wie die Zivilisationen nun zerfallen oder sich behaupten können, usw.
      Das wird mir in den meisten anderen Spielen oder auch Filmen auch nicht erklärt und lässt Raum für eigene Spekulationen. Hätte man alles erklären können, muss man IMHO aber nicht. Shepards Story und die Story der Reaper wurde hier erstmal zu Ende erzählt und alles andere ist Material für weitere Spiele oder Erzählungen.

      PS: Die Artikel und Videos habe ich mir übrigens größtenteils angeschaut, finde aber viele Argumente etwas bemüht bzw. kann schlicht nicht zustimmen (bis auf den dämlichen Normandy-Crash). Ich will das ehrlich gesagt nicht weiter ausbreiten... hab sowieso schon wieder zu viel geschrieben. ;)
      Kleines Update:

      Während eines Events im Smithsonian bzgl. "The Art of Video Games" kam auch das Ende von ME3 zur Sprache:

      theverge.com/gaming/2012/3/19/…ding-makes-ken-levine-sad

      Auch die BBC beschäftigt sich inzwischen mit dem Thema:

      bbc.co.uk/news/technology-17444719

      Angry Joe untersucht derweil die Theorie von der "Indoctrination Theory":

      ZZOyeFvnhiI

      Und dann hat sich nun auch Dr. Ray Muzyka (einer der Gründer von Bioware) an die Fans gewandt:

      blog.bioware.com/2012/03/21/4108/

      Wichtigster Abschnitt dürfte wohl folgender sein:

      Building on their research, Exec Producer Casey Hudson and the team are hard at work on a number of game content initiatives that will help answer the questions, providing more clarity for those seeking further closure to their journey. You’ll hear more on this in April. We’re working hard to maintain the right balance between the artistic integrity of the original story while addressing the fan feedback we’ve received.
      guthwulf04 (Steam), dreosan (PSN), Guthwulf06 (Xbox), Guthwulf16 (Nintendo: FC 2208-9045-8450)
      Bei Gamefront gibt es auch einen neuen Artikel in dem wohl ein Bioware-Mitarbeiter den Grund angibt warum es so "naja" ist.

      Gamefront

      Scheinbar wurden das ganze Spiel über alle Missionen von der gesamten Belegschaft gegenkontrolliert, umgeschrieben, Ideen reingebracht usw. Beim Ende haben dann Casey Hudson und Mac Walters aber alles komplett alleine geschrieben ohne Prüfung aller so das es sich anders anfühlt als beim Rest.

      ---

      Finde aber schon putzig wie Paul Barnett (bei dem Text indem sich auch Ken Levine zu Wort meldet) das Ende indirekt mit Harry Potter vergleicht ala J.K. Rowling hätte ihr Ende ja auch nicht umgeschrieben.

      Sie hat aber auch nicht auf den letzten 3 Seiten ein Gottchar erschaffen der mal eben die Handlung umgedreht hat. Auch hat sie noch ein Epiloge der Jahre nach der eigentlichen Handlung spielt eingebaut um zu zeigen was aus den Chars wurde...anders gesagt genau das was sich viele Fans wünschen.

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      eurogamer.net/articles/2012-03…3-the-game-you-didnt-play

      Netter Artikel, der ein paar der wichtigeren Entscheidungen im Spiel beleuchtet und welche möglichen Folgen sie haben können. Ist natürlich voller Spoiler, also nix für den, der das Spiel vielleicht noch mal anders durchspielen will...

      Ist eigentlich schon recht vielseitig, was da alles unterwegs passieren KANN... nicht nur in Bezug auf die bekannten Charaktere und ihr Überleben, sondern auch auf die Galaxis als solche. Und das jetzt mal unabhängig von den letzten drei Minuten, die ja so kontrovers diskutiert werden...